Bericht meines Praktikums in Ulaanbaatar/Mongolei
Vom 01.08.2009 bis zum 01.10.2009 habe ich ein Praktikum an der Health Science University in Ulaanbaatar absolviert.
Abschließend lässt sich sagen, dass der wissenschaftliche Stand im Bereich Mikrobiologie und Immunologie mit dem in Deutschland nicht vergleichbar ist, wodurch ich rein fachlich nichts dazu lernen konnte, sondern ziemlich überqualifiziert war. Die wenigen Methoden, die dort praktiziert werden, gelten hier schon lange nicht mehr als Methode der Wahl; und selbst die Methoden, die gerade völlig neu etabliert werden sollen, habe ich hier in Deutschland schon einige Male selbst durchgeführt, wodurch ich ziemlich unterfordert war. Dazu kommt, dass Praktika im mongolischen Bildungssystem eine andere Bedeutung habe. Als Deutscher wird man mit nur Zuschauen nicht glücklich, während das in der Mongolei bis nach Abschluss des Masters völlig normal ist. Außerdem war von Seiten des dortigen Instituts nichts für uns geplant, sodass inhaltlich ein roter Faden gefehlt hat.
Der Vorteil dabei lag nun darin, dass ich meine Wünsche äußern konnte und mehr oder weniger frei wählen durfte, welche Labore ich besichtigen möchte. So bekam ich die Mikrobiologie und Immunologie zu sehen, sowie ein Influenza Labor, die Molekulare Biologie und Genetik, sowie zwei private Diagnose Labore.
Schade war, dass zu Beginn von Seiten der Mongolei ein anderer Zeitraum angegeben war, als dann letztlich für das Praktikum möglich war, für den mir zwar in den ersten 4 Wochen einen Ersatzpraktikumsplatz angeboten wurde. Aber da dieser Praktikumsplatz nicht meiner Fachrichtung entsprach, konnte ich dort nicht richtig mitarbeiten.
Generell hat das Praktikum in der Mongolei meinen Horizont aber sehr erweitert, weil es mir die Chance gegeben hat, viel von Land und Kultur kennen zu lernen. Durch das IAESTE Komitee vor Ort und die verschiedenen Labore, durfte ich viele Einheimische kennen lernen und teilhaben an ihren Vorstellungen und ihrer Mentalität. In der mongolischen Kultur habe ich mich sehr wohl gefühlt und bin fasziniert davon, mit welcher Selbstverständlichkeit alte Traditionen mit modernem Lebensstil kombiniert werden.